aus der Netzwerktechnik

Fehlerfreie LWL-Verbindungen

Die LWL-Technik benutzt Photonen statt Elektronen für die Informationsübertragung - Licht das durch einen Glaskanal geleitet wird. Trotz gängiger LWL-Steckkontakten bedarf es höchster Präzision, damit Licht von einem Faserende an die nächste Faser verlustfrei weitergeleitet werden kann.

Präzisionstechnik

Über das Weiterleiten von Licht

Bei optischen Netzwerken werden einzelne Lichtstrahlen in eine Glasfaser „eingeschossen“. Die Ummantelung der Faser besitzt eine nach innen reflektierende Eigenschaft. Das Licht trifft auf die Ummantelung, wird reflektiert und setzt seine Reise entlang der Faser mit einer neuen Richtung fort, trifft wieder auf den Mantel, und so weiter. Dies alles in Lichtgeschwindigkeit.

Damit das Lichtsignal von einem Faserende in die nächste Faser störungsfrei übertragen werden kann, müssen die beiden Enden sich exakt gegenüber stehen. Abstände und Versatz im Mikrometerbereich können bereits zu einer veränderten Lichtbrechung und damit verbundenen Störung des Teilchenflussen führen.

Auch feinste Staub- und Feuchtpartikel an den Faserübergängen können die Lichtteilchen beeinflussen, einen Teil des Signals blockieren und in die Faser zurück reflektieren. All dies führt dazu, dass ein Teil der Lichtteilchen bei einer Koppelung nicht vollständig an die nächste Faser übergeben wird. Das Ergebnis ist eine Dämpfung – eine Verminderung der Signalstärke. Im schlimmsten Fall ein ganzer Verbindungsausfall.

Entscheidend für ein fehlerfreies LWL-Netz ist die Berücksichtigung der Umweltbedingungen vor Ort, die Wahl der richtigen Komponenten und eine fachgerechte Montage. Vibrationen, mechanische Belastungen, erhöhte Luftfeuchtigkeit, selbst Temperaturschwankungen können die Leistung beeinträchtigen und sind zu berücksichtigen. Die große Zahl der handelsüblichen LWL-Stecker unterscheidet sich in der Bauform, dem Verschluss, der Verbindungsart und dem Einsatzgebiet. Es gibt verschiedenste Lösungen für den Office-, Industrie- und Außeneinsatz.

Gewährleistung

Reinigung der Steckverbinder

Der häufigste Fehler in optischen Netzwerken, so banal es klingt, sind auf Verschmutzungen der Steckeroberflächen zurückzuführen. Allein die Berührung der Steckerköpfe mit den Fingern hinterlässt Schlieren, was bereits zu einer Dämpfung des Signals führt. Jede Steckverbindung muss deshalb vor der Montage gereinigt werden. Am besten eignen sich hierfür Reinigungskassetten und Reinigungsstifte.

Optische Inspektion

Jedes Faserende einer LWL-Steckverbindung sollte mikroskopisch auf Staubpartikel geprüft werden. Neben der Störung des Signals, können Staubpartikel beim Anpressen der Steckverbindung auch die Stirnflächen zerkratzen und dauerhaft schädigen. Zur visuellen Inspektion der Faser-Oberflächen stehen Videomikroskope mit LCD-Monitor, aber auch normale optische Durchsichtmikroskope zur Verfügung.

Fachgerechtes Spleißen

Da wo keine lösbare Steckverbindung erforderlich ist, sollten Faserenden immer mit einander „verschmolzen“ werden. Ein Lichtbogenspleißgerät justiert die lichtleitenden Kerne der Fasern punktgenau aufeinander und verschweißt diese miteinander. Bei Außenkabeln schützt eine etwa handgroße Muffe die Spleißnaht zusätzlich vor Erschütterungen, Feucht- und Schmutzpartikel.

OTDR-Messungen

Für die Überprüfung von LWL-Verbindungen werden so genannte OTDR-Messgeräte verwendet. Diese messen die Rückstreuung in der Glasstruktur. Anhand der optische Zeitbereichsreflektometrie (Optic Time Domain Reflectometry) ist es nicht nur möglich, die Dämpfung, sondern auch die Position der einzelnen Komponenten und Störungen in einer Lichtwellenleiterstrecke zu ermitteln.

Ansprechpartner

LWL-Service Dipl.-Ing. Wolf Gebert

Telefon: 0351 /430 39 – 35
E-Mail: gebert@deltec.de

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